Im Hinblick auf den Bericht in Apostelgeschichte 2 über das, was sich zu Pfingsten zutrug, sind in christlichen Kreisen teilweise recht unterschiedliche Lehren verbreitet. Trotz der Unterschiede in Verständnis und Auslegung von Details, stimmen viele darin überein, dass sich eine Art „Sprachenwunder“ ereignete, bei dem die Apostel mittels spezieller Kraft, „heiligen Geistes“ Kraft, plötzlich in der Lage waren, viele verschiedene weitere Sprachen zu sprechen, ohne diese Sprachen je gelernt zu haben. Dies seien Sprachen gewesen, welche die Anwesenden in ihren Heimatländern sprachen und verstanden. Ist das aber, was uns der Text berichtet? Eine genauere Untersuchung des Textes hilft uns, genauer zu verstehen, was damals geschah.

Apg 2,1–4
Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen,
und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.

Zunächst sehen wir, dass es um dem Pfingsttag geht. Pfingsten ist der 50. Tag, der Tag nach den sieben Sabbaten nach dem Passa, steht also in direkter Verbindung mit dem „Wochenfest“ des Alten Testaments.

An jenem Tag waren „sie alle“, also die am Ende des Textabschnitts zuvor erwähnten 12 Apostel (die Elf plus Matthias) beieinander an einem noch nicht näher bezeichneten „Ort“. Sie waren in jenem „Haus“ versammelt, als sich etwas Besonderes ereignete, das hier umschrieben wird als „ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm“, welches „erfüllte das ganze Haus“. Handelte es sich um einen Sturm? Nein! Wir müssen beachten, dass hier doch offensichtlich kein Sachbericht gegeben wird, sondern ein spezielles monumentales Ereignis mittels sprachlicher Vergleiche geschildert wird (man beachte das „wie von …“).

Weiterhin erfahren wir, dass den Aposteln etwas „erschien“, nämlich „Zungen, zerteilt und wie von Feuer“ und diese „setzten sich auf einen jeden von ihnen“. Gab es tatsächlich Feuer dort? Fielen etwa Flammenzungen auf sie? Nein! Was wird uns mitgeteilt? Wir lesen von einer Erscheinung, etwas in Form einer Vision, die „ihnen“, den Aposteln, gegeben wurde. Sie „sahen“, dass ihnen – und zwar einem jeden von ihnen – dies zuteil wurde. Dann lernen wir, was sich tatsächlich ereignete und in Form der bisher erwähnten Dinge beschrieben wird: „Sie (die Apostel) wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist“.

Leider folgt hier die Lutherbibel nicht dem griechischen Text, und erweckt den Eindruck, die Apostel wären „von dem Heiligen Geist“ (entsprechend trinitarisch gefärbter Theologie der Übersetzer soll das wohl die 3. Person der Trinität sein?) mit etwas (einer nicht genauer dargelegten Sache) „erfüllt“ worden, oder vielleicht habe diese 3. Person der Gottheit irgendwie von ihnen Besitz ergriffen. Der Text lautet jedoch sehr einfach: „sie wurden voll heiligen Geistes“, oder wie es in der Menge Bibel steht: „und sie wurden alle mit heiligem Geist erfüllt“. „Heiliger Geist“ war das, womit sie erfüllt wurden.

Es wurde erfüllt, was Jesus ihnen kurz vor seiner Aufnahme in den Himmel nur wenige Tage zuvor gesagt hatte (vgl. Apg 1,5ff). Die Apostel wurden in heiligem Geist getauft und empfingen damit „Kraft aus der Höhe“, und konnten nun in kraftvoller Weise Zeugen des Messias Jesus sein. Worin zeigte sich dies nun? Sie verkündeten ihre Botschaft mit Freimut. Sie redeten im Auftrag Gottes und seines Messias. Sie redeten nicht nach eigenem Ermessen, sondern wie ihnen mittels heiligen Geistes gegeben wurde, entsprechend der Inspiration, die ihnen gegeben wurde. Hier wird nun der Ausdruck „in anderen Sprachen“ benutzt, andere Übersetzungen (z.B. Menge Bibel, Luther 1912, Luther 1545) haben „in (mit) anderen Zungen“. Das griechische Wort γλῶσσα (glōssa) bedeutet „Zunge“, wird aber hier mittels Metonymie für „Sprache“ benutzt. Die neueren Bibelübersetzungen übersetzen bereits, wie mittels Redefigur beabsichtigt, das Wort γλῶσσα (glōssa) mit dem deutschen Wort „Sprache“.

Der Begriff „andere“ ist von entscheidender Bedeutung für das Verständnis der ganzen Aussage und des beschriebenen Geschehens. Das griechische Wort für „andere“ ist ἕτερος (heteros) und bedeutet „anderer, andere, verschieden, andersartig, unterschiedlich“ (vgl. z.B. Griechisch-Deutsches Wörterbuch, Bauer/Aland, (6., völlig neu bearbeitete Auflage, S. 637). Berlin; New York: Walter de Gruyter). Die Apostel redeten also in Sprachen, die in irgendeiner Hinsicht andersartig und verschieden waren, aber „anders“ als was? Interessant ist hierbei auch, dass im griechischen Text nicht ἄλλος (allos) für „andere“ im Sinne von „weitere, andere gleicher Art“ benutzt wurde. Bevor wir zu dieser Frage der „anderen Sprachen“ zurückkommen, wenden wir uns den folgenden Abschnitten des Berichts über das Geschehen zu, um zu sehen, welche zusätzlichen Details noch erwähnt werden.

Apg 2,5–13
Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.
Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer?
Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache?
Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia,
Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Römer, die bei uns wohnen, Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden.
Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins.

Wir erfahren, dass es sich bei der versammelten Menge um Juden handelte, die nicht nur aus Jerusalem und Judäa selbst, sondern auch aus vielen anderen Regionen der jüdischen Diaspora stammten. Die Juden in der Diaspora sprachen vor allem in den östlich gelegenen Regionen Aramäisch und waren auch insbesondere in den westlichen Regionen des Griechischen mächtig. Jede Region hatte dabei teilweise unterschiedliche Dialekte, obwohl diese untereinander verstanden wurden. Das Erstaunliche bei dem die Gemüter aufwühlenden Ereignis war, dass die Juden hier nun diese Galiläer an jenem Ort im Tempelbereich die großen Taten Gottes verkünden hörten, und dazu auch noch in der Sprache, die sie mit ihren Dialekten verstanden.

Die Übersetzung „in seiner eigenen Muttersprache“ ist irreführend, der griechische Text hat διάλεκτος (dialektos), was einen Dialekt in einer Sprache bezeichnet, nicht eine eigenständige Sprache, γλῶσσα (glōssa). Das Wort „Muttersprache“ erweckt zudem den falschen Eindruck, die erwähnten Regionen, aus denen diese Juden kamen, wären ein Hinweis auf die von diesen gesprochene jeweilige „Muttersprache“. Obwohl in einigen dieser Regionen sicherlich auch quasi dort heimische Sprachen gesprochen wurden, so trifft das aber nicht auf alle erwähnten Gegenden zu, und zudem waren die hier Anwesenden ja nicht Heiden aus dort heimischen Völkern.

Das „Erstaunliche“ für diese Juden war, dass sich hier im Tempelbereich Galiläer offensichtlich „Handlungen anmaßten“, die doch eigentlich (a) nur den Priestern und entsprechend geschulten Tempeldienern zustanden und (b) dies auch noch in ihrer „alltäglichen Sprache“ statt in der doch eigentlich angemessenen „heiligen Sprache“ Hebräisch. Daher machten sie sich lustig über die Apostel („hatten ihren Spott“) mit dem doppelt sarkastischen Hinweis auf „trunken“ und das sogar von „Traubensaft (süßem Wein)“. Sie entsetzten sich („Was soll das werden?“) ob solch „ungebührlichen“ Verhaltens der Apostel.

Was tatsächlich Sache war, wird nun anschließend von Petrus dargelegt.

Apg 2,14–21
Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, vernehmt meine Worte!
Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde des Tages; sondern das ist’s, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist :
»Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben;
und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.
Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf; die Sonne soll in Finsternis verwandelt werden und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt.
Und es soll geschehen: Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.«

Zunächst verschafft sich Petrus Gehör und lenkt die Aufmerksamkeit auf das, was er nun sagen und erklären wird. Offensichtlich redet er in seiner normalen Sprache, und alle Anwesenden sind in der Lage, ihn zu verstehen. Petrus greift die spöttisch gemeinten „Trunkenheit“ Anschuldigungen auf und weist diese ebenso „spöttisch“ betont wieder zurück mit seinem Hinweis auf die „dritte Stunde“ (eine der Gebetsstunden, ca. 9 Uhr am Vormittag).

Danach konzentriert Petrus das Augenmerk der Zuhörer direkt auf den Punkt, um den es an jenem Tag ging: Zu Pfingsten erfüllte sich, was bereits durch den Propheten Joel voraus gesagt war! Was die Menge für „trunkenen Übermut“ hielt und spöttisch kommentierte, war in Wahrheit Teil der Heiligen Schrift!

Was nun hatte Joel prophezeit? Gott hatte durch den Propheten angekündigt, dass in den letzten Tagen jenes Äons seinen heiligen Geist auf „alles Fleisch“ („eure Söhne und eure Töchter … eure Jünglinge … eure Alten … meine Knechte … meine Mägde“) ausgießen. Die große und gewaltige Veränderung war, dass Gott nun auf alle Gläubigen heiligen Geist ausgießen würde und nicht nur, wie bis dato geschehen, auf einige und spezifisch berufene Diener (Propheten und Priester). Nun würden nicht mehr nur diese dafür eingesetzten Diener für Gott sprechen („weissagen“) und seinen Willen und seine Taten verkünden, sondern auch alle anderen dies ebenso tun. Genau dies war nun geschehen, als die Apostel erfüllt wurden mit heiligem Geist und die großen Taten Gottes in ihrer gewöhnlichen Sprache verkündeten.

Die bedeutendste Verkündigung an jenem Tage ist uns mit der Predigt des Petrus überliefert. Petrus redet freimütig und mit großer Kraft (vgl. dazu Jesu Worte in Lk 24,49 zu diesem Ereignis – „angetan werdet mit Kraft aus der Höhe“), als er die große Tat Gottes verkündet, die Gott im Werk Jesu von Nazareth gewirkt hatte.

Apg 2,22–36
Ihr Männer von Israel, hört diese Worte: Jesus von Nazareth, von Gott unter euch ausgewiesen durch mächtige Taten und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wisst –
diesen Mann, der durch Gottes Ratschluss und Vorsehung dahingegeben war, habt ihr durch die Hand der Ungerechten ans Kreuz geschlagen und umgebracht.
Den hat Gott auferweckt und hat ihn befreit aus den Wehen des Todes, denn es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde.
Denn David spricht von ihm : »Ich habe den Herrn allezeit vor Augen, denn er steht mir zur Rechten, dass ich nicht wanke.
Darum ist mein Herz fröhlich, und meine Zunge frohlockt; auch mein Leib wird ruhen in Hoffnung. Denn du wirst meine Seele nicht dem Reich des Todes überlassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe.
Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens; du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Angesicht.« Ihr Männer, liebe Brüder, lasst mich freimütig zu euch reden von dem Erzvater David. Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist bei uns bis auf diesen Tag.
Da er nun ein Prophet war und wusste, dass ihm Gott geschworen hatte mit einem Eid, dass ein Nachkomme von ihm auf seinem Thron sitzen sollte
hat er vorausgesehen und von der Auferstehung des Christus gesagt: Er ist nicht dem Reich des Todes überlassen, und sein Leib hat die Verwesung nicht gesehen.
Diesen Jesus hat Gott auferweckt; des sind wir alle Zeugen.
Da er nun durch die rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen Heiligen Geist vom Vater, hat er diesen ausgegossen, wie ihr seht und hört.
Denn David ist nicht gen Himmel gefahren; sondern er sagt selbst: »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten,
bis ich deine Feinde zum Schemel unter deine Füße lege.«
So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat.

Den Worten von Petrus ist nichts hinzuzufügen. Die für einen jeden Hörer entscheidende Wahrheit ist hier abschließend klar, deutlich und unmissverständlich dargelegt: Gott hat den Menschen Jesus von Nazareth von den Toten auferweckt und hat ihn zum Herrn und Christus (Messias) gemacht. Dieser erhöhte Jesus hat nun heiligen Geist auf die an ihn Glaubenden ausgegossen.

Apg 2,37–39
Als sie aber das hörten, ging’s ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun?
Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.
Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.

„Als sie aber das hörten …“ weist ebenfalls darauf hin, dass ja alle aus den verschiedenen Gegenden gekommenen Juden Petrus und sein Aramäisch verstanden. Der Inhalt der Rede zeigt deutlich, dass Petrus, erfüllt mit heiligem Geist, in der ihm bekannten und vertrauten Sprache redete. Die in einigen Kreisen verbreitete Lehre, die Apostel hätten zu Pfingsten in ihnen unbekannten Sprachen geredet, widerspricht einfachsten Grundsätzen von Sprache und gesundem Menschenverstand. In einer Sprache zu sprechen und zu reden bedingt, dass der Redende weiß und versteht, was er denn da zum Ausdruck bringt … alles andere wäre ein Gestammel von irgendwelchen aneinander gereihten Lauten, was gar nicht als „Sprache“ bezeichnet werden kann.

Nun wird von denen, die diese Art von „reden“ als von heiligem Geist ermöglichte „richtige Sprache“ bezeichnen, vorgebracht, dass es ja für den Redenden eine „andere“ und ihm „unbekannte“ Sprache sei, weil ja Gott dabei „die Aussprache (den Inhalt)“ gibt. Gerade darin bestünde ja das Wunder zu Pfingsten. Sind derartige Überlegungen aber zwingend zutreffend? Muss „andere Sprache“ eine dem Sprecher unbekannte (also „andere als seine ihm bekannten Sprachen“) Fremdsprache sein? Oder geht es z.B. in einer Situation um eine vom bisherigen Gebrauch abweichende „andere Sprache“? Der Text selbst in Vers 4 (s. o.) weist nicht auf eine für den Redenden „andere (zusätzliche, weitere)“ Sprache hin, sondern auf eine „andere (abweichende, andersartige)“ Sprache. Der Kontext, und besonders der Inhalt der Worte aus Joel, hat ebenfalls keinen Hinweis auf „in zusätzlichen und unbekannten Fremdsprachen zu reden“, sondern betont, dass nunmehr eben gewöhnliche Menschen inspiriert in der ihnen bekannten Sprache weissagen würden.

Ich würde daher den Bericht so verstehen, dass es bei dem sprachlichen Aspekt darum ging, dass hier erstmals gewöhnliche Menschen in ihrer eigenen Sprache von Gott inspiriert die großen Taten Gottes verkündeten und das an einem Ort (im Tempelbereich) taten, wo es bislang solche Verkündigung nur in der „heiligen Sprache“ Hebräisch gab, und solche Verkündigung lediglich den am Tempel dienenden Priestern zustand. Einige Leser erinnern sich vielleicht noch an Zeiten vor dem 2. Vatikanischen Konzil, als Gottesdienste in der Römischen Kirche ausschließlich in der dem Klerus vorbehaltenen Sprache Latein stattfanden und der Wechsel danach zu teilweise benutzten Sprachen der Laien wie eine Revolution erschienen.

Das Erstaunen und die Reaktionen zu Pfingsten bezogen sich genau darauf, dass nunmehr alle Gläubigen mit heiligem Geist getauft und erfüllt würden und es fortan Gottesdienst auch in ganz gewöhnlichen Sprachen der Redner geben würde.

Die Zuhörer fragen, was sie denn nun angesichts dieser Wahrheit tun sollen? Petrus erwähnt Buße zu tun, also Umkehr in ihrem Denken, wobei er im Kontext seiner Botschaft dazu auffordert, sich von der jüdischen Ablehnung Jesu als Messias abzuwenden hin zum Glauben an Jesus als den von Gott eingesetzten Herrn und Christus. Das würde zur Folge haben, dass sie – von Christus – mit heiligem Geist getauft würden bzw. heiliger Geist auf sie ausgegossen würde.

Apg 2,40–41
Noch mit vielen andern Worten bezeugte er das und ermahnte sie und sprach: Lasst euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht!
Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen.

Hier erfahren wir noch, dass es um eine recht große Menge ging, da ja allein schon die Zahl derer, die der Predigt glaubten und getauft wurden und heiligen Geist als Gabe empfingen, etwa dreitausend Menschen war. Eine derartige Menge konnte sich im damaligen Jerusalem am ehesten im Tempelbereich treffen.

 

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