Für uns als Kinder Gottes ist Gebet von großer Bedeutung, denn im Gebet pflegen wir in besonderer Weise unsere Gemeinschaft mit Gott, unserem himmlischen Vater. Gebet sollte unser tägliches Leben prägen und bestimmen, denn im Gebet bieten sich ungeahnte Möglichkeiten, unseren christlichen Lebenswandel mit Leben zu erfüllen.
Als Kinder Gottes, die in der Wiedergeburt heiligen Geist als Geschenk empfangen haben, ist uns nun verfügbar, was nach Adam und bis zur Erfüllung des Erlösungswerkes durch Christus nicht verfügbar war: Wir können Gott wahrhaftig durch den Geist anbeten.

Johannes 4,24:
Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

Hier wird ausgedrückt, was Gott ist – Gott ist Geist. Die ihn anbeten wollen, müssen Gott "im Geist und in der Wahrheit anbeten". Anbetung ist eine der allerwichtigsten Dinge überhaupt, die Gott vom Menschen will. Diese Anbetung Gottes "im Geist und in der Wahrheit" ist den wiedergeborenen Christen möglich.

Anregung zur Studie

Zu dieser Studie wurde ich angeregt, als ich vor einiger Zeit einem kleinen Mädchen etwas über Wasser als Lebenselement der Fische erzählte. Ich war dabei, das Wasser eines kleinen Aquariums mit zwei Goldfischen zu wechseln. Ich erklärte ihr, daß wir zuallererst einen kleinen Behälter mit genügend Wasser benötigen, in dem die zwei Fische während des Wasserwechsels bleiben können, weil sie unbedingt Wasser als ihr Lebenselement brauchen, um leben zu können. Man kann sie nicht einfach herausnehmen und eine Weile auf den Tisch legen, während man das Aquarium leert und die Steine sauber macht. Bis das neue Wasser bereit wäre, wären die schönen Goldfische tot. Sie haben ihr ganz bestimmtes Lebenselement. Für sie ist Wasser absolut lebensnotwendig, ohne dieses Lebenselement können sie nicht lange überleben.

Wir Menschen benötigen unbedingt Luft mit Sauerstoff als unser Lebenselement. Wir kämen ohne zusätzliche Apparate über längere Zeit im Lebenselement Wasser nicht zurecht. Wir haben ebenfalls gewisse Bedürfnisse zum Leben, an die wir absolut gebunden sind. Wir brauchen Luft, oder schon nach einer kleinen Weile geht nichts mehr.

Diese Überlegungen bewegten mich dazu, in ähnlicher Weise über Gebet nachzudenken. Gebet ist in gewisser Hinsicht auch eine Art Lebenselement, das für uns als Kinder Gottes absolut notwendig ist. Ohne Gebet zu unserem himmlischen Vater kommen wir nicht weit.

Die Evangelien enthalten eine Reihe von Berichten über Jesus Christus, wie er gebetet hat. Er, der eingeborene Sohn Gottes, nahm sich Zeit, um sich im Gebet an Gott zu wenden und auf diese Weise Gemeinschaft mit seinem Vater zu haben. Sein Leben war geprägt von Gebet zu Gott, und so sollte es unser Leben auch sein.

Beharrlichkeit im Gebet

In Römer 12 lernen wir etwas über Gebet. Dabei wird uns ein äußerst wichtiger Aspekt des Betens mitgeteilt.

Römer 12,12:
Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.

"Beharrlich im Gebet" – ausdauernd, beharrlich. Beten erfordert Beharrlichkeit. Wir beten nicht nur einmal zehn Sekunden und dann zehn Stunden nicht mehr. Wir sollen beharrlich sein in unserem Beten, nicht nur ab und zu ein kurzes Stoßgebet hervorbringen, wenn uns das Wasser bis zum Halse steht. Gebet ist geprägt von Ausdauer, von Beständigkeit, von einem steten Bewußtsein in allen Situationen, daß Gott bereit ist, unser Gebet zu erhören. Wir lassen uns nicht vom Beten abhalten. Wir sind gefordert, beharrlich zu unserem Vater zu beten.

In Kolosser 4 finden wir weitere wichtige Informationen zu diesem Punkt Beharrlichkeit im über Gebet.

Kolosser 4,2–4:
Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung!
Betet zugleich auch für uns, daß Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir das Geheimnis Christi sagen können, um dessentwillen ich auch in Fesseln bin,
damit ich es offenbar mache, wie ich es sagen muß.

Vers 2 enthält die gleiche Aufforderung, die wir in Römer 12 gelesen haben: "Seid beharrlich im Gebet." An beiden Stellen findet sich das gleiche griechische Wort proskartereo für "beharrlich"; es bedeutet "aushalten, ausharren, ausdauern, an etwas festhalten, rastlos tätig sein"1. Das Beten ist eine Sache, der wir uns mit Ausdauer, aushaltend und daran festhaltend, widmen.

Der zweite Teil des Verses beschreibt diese Beharrlichkeit mit den Worten: "und wacht in ihm mit Danksagung". Wir wachen, wir halten fest an dem, was wir in unserem Gebet vor Gott gebracht haben. Wir sagen ihm Dank für das, was er bereits verheißen hat, daß er bereit ist, unsere Gebete zu erhören und all unserem Mangel abzuhelfen.

Neben der Beharrlichkeit im Gebet gibt es einige weitere Ausdrücke, die ebenfalls einen umfassenden Charakter des Betens anzeigen.

Philipper 4,6:
Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen laßt eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!

"In allen Dingen" – das paßt wiederum sehr schön in das Bild vom Lebenselement, das wir als Kinder Gottes benötigen. Wir nutzen in allen Dingen das Gebet. Es gibt quasi keine Situation, in der wir nicht unsere Bitte im Gebet vor Gott kundtun können. Hier wird dazu noch betont, daß wir sogar unsere Bitten bereits mit Danksagung vor Gott kundwerden lassen. Wir können Gott bereits im voraus ein "Danke!" sagen für das, was er uns in seinem Wort verheißen hat und was wir nun in unserem Gebet für uns in Anspruch nehmen.

Ein kurzer Abschnitt in 1. Thessalonicher 5 beschreibt auf eine andere Art, wie man von Gebet als unserem Lebenselement reden kann.

1. Thessalonicher 5,16–18:
Seid allezeit fröhlich,
betet ohne Unterlaß,
seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.

Hier heißt es: "… betet ohne Unterlaß." Auch damit wird eine Beharrlichkeit, eine Ausdauer beim Beten umschrieben. Natürlich kann man nicht 24 Stunden am Tag ohne Unterbrechung beten, zumindest nicht über einen längeren Zeitraum hinweg. Irgendwann wird der Körper nicht mehr mitmachen und uns an seine Grenzen erinnern, und wir werden ihm ein wenig Schlaf gönnen müssen. Während man schläft, betet man aber nicht. "Betet ohne Unterlaß" kann demnach nicht "allezeit, fortwährend, ohne Unterbrechung" bedeuten.

Es geht vielmehr darum, stetig, immer wieder, bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu beten. An einer anderen Stelle erwähnt Paulus, daß er für die Gläubigen betet, wann immer er ihrer gedenkt.2 Warum nicht für jemanden beten und Gott danken, wenn wir an unsere Brüder und Schwestern innerhalb der Gemeinde denken? Das ist sicherlich mit einbegriffen in "betet ohne Unterlaß". Außerdem kommt die Beharrlichkeit zum Ausdruck, wie sie eine Witwe in einem von Jesus gelehrten Gleichnis hatte, die nicht vom Bitten abließ, bis sich das Resultat einstellte.3 Wir geben nicht vorher auf, sondern bleiben dran, beten ohne Unterlaß, sind beharrlich in unserem Gebet, wachen dazu mit Danksagung, bis sich das Ergebnis einstellt, bis das Gebet erhört ist.

Gebet der Kinder Gottes – "Abba, lieber Vater"

Uns als Kindern Gottes ist jetzt möglich, was wir zu Beginn in Johannes 4 gelesen haben. Wir können jetzt Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten. Römer 8 enthält einige großartige Verse, die uns verdeutlichen, welche Beziehung wir nun zu Gott haben und in welcher Weise wir unsere Gebete vor ihm bringen können.

Römer 8,14 und 15:
Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.
Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist
[Geist der Knechtschaft] empfangen, daß ihr euch abermals fürchten müßtet …

Der Geist, den wir von Gott empfangen haben, das ist nicht "ein Geist der Knechtschaft", d.h. ein Geist, der uns zu Knechten macht, daß wir uns weiter vor Gott fürchten müßten. Nein – dieser Geist bewirkt etwas gänzlich anderes.

Römer 8,15:
… sondern ihr habt einen kindlichen Geist
[Geist der Kindschaft] empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!

Das Wort "sondern" bezeichnet einen starken Gegensatz. Der Geist, den wir von Gott empfangen haben, ist "ein Geist der Kindschaft, ein Geist der Sohnschaft", der uns zu Kindern bzw. Söhnen Gottes macht. Unser Verhältnis zu Gott ist das von Kindern, genauer gesagt, von Söhnen, die volle Rechte als Söhne und als Erben in Gottes Familie haben.

Unser Gebetsleben ist daher geprägt von "Abba, lieber Vater!" Wir wenden uns nicht mit einem unpersönlichen: "Großer Herr und Meister" an Gott, sondern mit einem: "Abba, lieber Vater!" Darüber vergessen wir jedoch nicht, daß unser lieber Vater der Schöpfer des Himmels und der Erde ist, daß er der allmächtige Gott ist, daß er als der Schöpfer über aller Kreatur steht. Was unser Verhältnis zu ihm in besonderer Weise prägt, ist diese wunderbare Wahrheit, daß wir ihn nun mit "Abba, lieber Vater!" anreden können, daß wir als seine geliebten Kinder zu ihm kommen können.

Galater 4,4–7:
Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan,
damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen.
Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!
So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.

Für uns als Kinder Gottes ist Gebet so unwahrscheinlich wichtig und von so großer Bedeutung! Gebet ist, wie wir mit Gott in ganz besonderer Weise Gemeinschaft pflegen. Im Gebet begeben wir uns sozusagen in seine Gegenwart, treten wir vor ihn hin. Wir haben durch heiligen Geist, durch den wir zu Gottes Kindern wurden, nun die Möglichkeit, vor unseren himmlischen Vater zu treten und uns mit "Abba, lieber Vater!" an ihn zu wenden.

Wir leben jetzt unser gesamtes Leben als Gottes Kinder. Solch inniges Gebet ist einfach ein lebensnotwendiger Bestandteil unseres Lebens. Wir begeben uns im Gebet in Gottes Nähe, treten ein in seinen Thronsaal, denn wir haben ja freien Zugang zu ihm und werden ermutigt, unsere Anliegen als seine Kinder vor ihn zu bringen. Das sollte unser Leben prägen, das ist unser Leben!

Gebet – zu jeder Zeit

Gelegenheiten zum Beten gibt es viele während unseres Tagesablaufs. Wir können beten, sei es morgens, sei es mittags, sei es abends, sei es nachts. Auch darin kommt Beharrlichkeit und ohne Unterlaß zum Ausdruck.

Bereits zu Zeiten des Alten Testaments lesen wir von Leuten, die ihre Stimme im Gebet zu Gott erhoben haben, wann und wie immer es ihnen möglich war. Einige Beispiele aus Psalter zeigen uns, wie Gebet ein bestimmendes Lebenselement all derer ist, die Gott glauben. Beten ist, was sie beständig und beharrlich taten.

Psalm 5,4:
HERR, frühe wollest du meine Stimme hören; frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken.

Wenn Gott seine Stimme frühe hören soll, wird er seine Stimme frühe erheben müssen. Eine Zeit des Gebets ist morgens in der Frühe. Zwei weitere Stellen in Psalter zeigen die gleiche Wahrheit auf.

Psalm 88,14:
Aber ich schreie zu dir, HERR, und mein Gebet kommt frühe vor dich:

Psalm 119,147:
Ich komme in der Frühe und rufe um Hilfe; auf dein Wort hoffe ich.

Der Psalmist suchte Gott am Morgen im Gebet, wandte sich frühe an ihn. Es war mit die erste Sache am Morgen. Welch eine Gelegenheit dies bietet, den bevorstehenden Tag mit Gott zusammen anzugehen, ihm Dank zu sagen, ihn um Rat zu ersuchen, seinen Schutz und Segen zu erbitten für die Dinge, die während dieses Tages auf einen zukommen werden. Auch Jesus Christus nahm sich nach einem ereignisreichen Vortag früh am nächsten Morgen Zeit zum Beten.

Markus 1,35:
Und am Morgen, noch vor Tage, stand er auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort.

Jesus Christus nutzte die stille Zeit am frühen Morgen zum Beten, um Gemeinschaft mit Gott zu suchen und zu pflegen. Auch er benötigte Gebet als sein Lebenselement, um sich ganz dem widmen zu können, was Gott für ihn bereitet hatte.

Nicht nur am Morgen, auch am Mittag haben Leute gebetet, wie das Beispiel des Petrus zeigt.

Apostelgeschichte 10,9:
Am nächsten Tag, als diese auf dem Wege waren und in die Nähe der Stadt kamen, stieg Petrus auf das Dach, zu beten um die sechste Stunde.

Die "sechste Stunde" am Tage war die Mittagszeit. Wenn die Sonne am höchsten steht, das ist die sechste Stunde. Da ging Petrus aufs Dach des Hauses, um zu beten. Man kannte in biblischen Zeiten und Landen feste Gebetsstunden, zu denen man sich Zeit zum Beten nahm. Alles andere ruhte, das Gebet genoß die volle Aufmerksamkeit. Hier sehen wir den Apostel Petrus, wie er um die Mittagszeit aufs Dach geht, um zu beten.

Der Abend war ebenfalls eine Zeit des Gebets, wie eine Stelle in Psalm 4 deutlich macht.

Psalm 4,9:
Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HERR, hilfst mir, daß ich sicher wohne.

Der Psalmist richtete seine Gedanken des Abends vor dem Einschlafen auf den Herrn. Er machte sich nach einem Tag getaner Arbeit nochmals bewußt, daß der Herr dafür gesorgt hatte, daß er sicher wohnen konnte.

In Psalm 55 finden wir eine weitere Aussage mit Hinweisen auf Gebet zu unterschiedlichsten Zeiten des Tages.

Psalm 55,17 und 18:
Ich aber will zu Gott rufen, und der HERR wird mir helfen.
Abends und morgens und mittags will ich klagen und heulen; so wird er meine Stimme hören.

"Will ich klagen und heulen" klingt ungewohnt, aber es bezeichnet sein Gebet. Es handelte sich um ernstes Gebet, es wurde nicht einfach irgend etwas ohne Beteiligung runter geleiert, sondern er wandte sich mit seiner Not an den Herrn und hat das Herz vor ihm ausgeschüttet. Er betete so abends und morgens und mittags. Er widmete während des Tages jeweils regelmäßig Zeiten dem Gebet.

Die Nacht war dabei nicht ausgeschlossen, wie aus Psalm 42 hervorgeht.

Psalm 42,9:
Am Tage sendet der HERR seine Güte, und des Nachts singe ich ihm und bete zu dem Gott meines Lebens.

Ein großartiger Vers! Tagsüber lassen wir Gott machen, und des Nachts bedanken wir uns dafür, singen wir Loblieder und beten zu ihm.

In Psalm 119,55 wird Gebet zwar nicht direkt erwähnt, aber ein Nachdenken über Gott.

Psalm 119,55:
HERR, ich denke des Nachts an deinen Namen und halte dein Gesetz.

Die Nacht war auch eine Zeit des Nachdenkens, des Meditierens, des Betens. Beten ist viel mehr als Gott die Ohren voll zu leiern; Beten ist oft auch Hören. Eine Unterhaltung besteht ja nicht nur aus dem eigenen Reden, sondern auch daraus, daß man mal stille ist, um etwas vom anderen zu hören. Ein ganz großer Teil des Betens sollte sein, daß wir unsere Ohren gespitzt haben und Ruhe finden, um zu hören, was Gott uns zu sagen hat. Morgens, mittags, abends, nachts – das umfaßt den ganzen Tag. Das Gebet kann und soll uns daher ganz beschäftigen.

In Lukas 6 sehen wir, wie Jesus Christus eine ganze Nacht im Gebet verbrachte.

Lukas 6,12 und 13:
Es begab sich aber zu der Zeit, daß er
[Jesus Christus] auf einen Berg ging, um zu beten; und er blieb die Nacht über im Gebet zu Gott.
Und als es Tag wurde, rief er seine Jünger und erwählte zwölf von ihnen, die er auch Apostel nannte:

Der Grund, weshalb Jesus Christus die Stille suchte und eine ganze Nacht zu Gott betete, war eine äußerst wichtige Entscheidung, die er treffen mußte. Aus der Schar der Jünger sollte er zwölf auswählen und als Apostel berufen.

Das ist ein großartiges Beispiel dafür, daß Beten mehr ist als nur Reden. Hier kommt das in ganz besonderer Weise um Ausdruck, denn es kam nicht groß darauf an, Gott viel zu erzählen, sondern es ging darum zu hören, was Gott wollte. Was war die richtige Entscheidung? Wer sollte für das Amt eines Apostels ausgewählt werden? Jesus Christus nahm sich die ganze Nacht, um zu beten.

Beten ist für uns, die wir jetzt Kinder Gottes sind, heiligen Geist haben, und nicht nur mit dem Verständnis, sondern auch mit dem Geist zu Gott beten können, ein notwendiges Lebenselement. Wir können als Kinder zu ihm kommen, mit ihm Gemeinschaft haben, in seine Gegenwart treten. Gebet ist für uns sozusagen wie das Wasser für den Fisch, wie Luft für unser natürliches Leben. Wir brauchen Gebet zu Gott für unser Leben. Ohne Beten geht es nicht recht weiter.

Jemand hat einmal gesagt: "Man kommt im Leben nicht schneller voran als auf den Knien." Die Knie stehen als Redefigur fürs Beten. Man wird so schnell vorankommen, wie man beim Beten ist. Wir sollten daran denken, uns diese Dinge aus der Perspektive zu Herzen nehmen. So können wir den großen Nutzen in unserem Leben dann auch in größerem Maße in Empfang nehmen, indem wir, wie in Römer und Kolosser und auch Thessalonicher gelesen, beharrlich im Gebet sind und ohne Unterlaß beten. Unser himmlischer Vater steht bereit, seine Ohren sind allezeit offen für uns. Er ist bereit, Antworten zu geben. Wir müssen nur bereit sein zu hören und mit ihm Gemeinschaft zu haben. Laßt uns all unsere Anliegen vor ihm kundtun mit Danksagung. Mögen unsere Herzen allezeit auf ihn gerichtet sein und wir ihn in unserem beständigen Gebet suchen. Er wird sich um uns kümmern!


(1) Vgl. Menge-Güthling: Langenscheidts Großwörterbuch Altgriechisch-Deutsch, Berlin: Langenscheidt KG, 26. Aufl. 1987, S. 596.

(2) Vgl. dazu Philipper 1,3.

(3) Vgl. dazu Lukas 18,1–8.

 

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